Vortrag am 04.11.2021 um 19 Uhr: Du Jude – Ich Jude. Antisemitismus betrifft uns Alle

Veröffentlicht am: 30.09.2021
Vortrag Antisemitismus
Um Antisemitismus zu verstehen, gilt es, ihn in seinen Funktionen zu entlarven und in gesellschaftliche Zusammenhänge einzuordnen. Ein Vortrag von Kulturwissenschaftlerin Maayan Klaßing.
Porträt Klassing

Im Jahr 2021 feiern wir 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland.
Die Geschichte des Antijudaismus/Antisemitismus ist weitaus älter und geht in ihren Anfängen bis in die Antike zurück. Antisemitismus erscheint wie ein Chamäleon, das sich im Laufe der letzten 2000 Jahre immer wieder an neue Gegebenheiten anpassen konnte. Dies bestätigt sich auch während der Corona-Krise, wenn antisemitische Verschwörungsmythen zur vermeintlichen Erklärung der Lage und auf „Anti-Corona-Demonstrationen“ kursieren. Um Antisemitismus zu verstehen, gilt es, ihn in seinen Funktionen zu entlarven und in gesellschaftliche Zusammenhänge einzuordnen. Erst dann können wir gezielt gegen Antisemitismus handeln.
Der Vortrag umfasst einen differenziert thematischen Zugang über (Begriffs-)Geschichte, religiösem Judenhass und Antijudaismus, rassistischem Antisemitismus bis hin zu gegenwärtigen Erscheinungsformen des Antisemitismus im digitalen Zeitalter und israelbezogenem Antisemitismus.
Im Workshop geht es neben einer angewandten Wissensvermittlung um die Sensibilisierung für antisemitische Erscheinungsformen in unserer Alltagsrealität und konkrete Handlungsmöglichkeiten gegen Antisemitismus im Alltag, im digitalen Netz und im beruflichen/schulischen Kontext.
Es wird multimedial und – sofern unter Corona-Bedingungen möglich – interaktiv gearbeitet. Maayan Klaßing, M.A., Kulturwissenschaftlerin und Bildungsreferentin aus Münster, führt seit 2009 Veranstaltungen und Coachings zu den Themen Judentum, Israel, Antisemitismus und Interreligiöser Dialog durch.

Bildnachweis: Amadeu Antonio Stiftung